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Aglianico zeigt eine leuchtende und tiefe rubinrote Farbe. Die Nase ist durchdringend, balsamisch mit tertiären Gewürzaromen: schwarzer Pfeffer, Muskatnuss und Muskat, verbunden durch leichte Röstnoten. Am Gaumen ist er warm, gut ausbalanciert und ausgesprochen tanninhaltig mit dichten, trockenen und reifen Tanninen. Im Abgang schließt er voluminös und anhaltend mit einer würzigen und balsamischen retronasalen Rückkehr. Aglianico passt gut zu rotem Fleisch, gebacken oder gegrillt, Wild und gereiftem Käse. -
Für diesen Wein versucht Cathérine schon durch besonders sorgfältige Weinbergsarbeit Eleganz und Frucht zu fördern. Reife Trauben ohne allzu hohen Zuckergehalt und damit weniger Alkohol sind ein Ziel. Unreife Beeren werden aussortiert, die Trauben im frischen Most gewaschen. Der noch junge Wein wirkt dicht und konzentriert, die Tannine sind feinkörnig, sie kleiden den Gaumen fast cremig aus. Einladende dunkle Beerenfrucht weckt Erinnerungen an Brombeeren und Holunder. -
Ohne zugesetzte HefenOhne zugesetzten ZuckerDieser Pinot Noir wurde im alten Holzfass ausgebaut, der vorzügliche Geschmack der Traube steht im Vordergrund. Der Jahrgang 2018 hat sich grossartig entwickelt und wurde von unseren besten Sommeliers top bewertet. Trocken, feiner Duft nach Beeren und Früchten, elegant und harmonisch. Spontanvergoren, ohne zugesetzte Hefen, ohne zugesetzten Zucker -
Positiv gesprochen ein traditioneller Jahrgang: mehr Säure, etwas weniger Alkohol und im besten Fall mehr Floralität und Eleganz in den Baroli. Der erste Eindruck des 2018er R56 geht mit seiner verführerischen, ausgesprochen floralen und fruchtigen Nase in diese Richtung. Veilchen, Teer, Milchschokolade und ganz viel Süßkirschen kann man da riechen. Trotz 14,5% Alkohol wirkt der Wein erstaunlich schlank, sehr saftig und trinkig. Am Gaumen kandierte Erdbeeren, viel Extraktsüße und Laktik, fast sahnig. Dann frische, zitrische, von der Säure getragene Aromen nach Orangenmarmelade und Grapefruit. Schon erstaunlich zugängliche Gerbstoffe und eine dezente Mineralik im Finish. -
Perdixi wird zu 70% aus der Rebsorte Bovale gekeltert, die fast ausschließlich auf Sardinien vorkommt. Ampelografisch mit dem spanischen Graciano zumindest eng verwandt. Der Rest ist Carignano (franz. Carignan). Der Bovale wird in 1.000l Amphoren ausgebaut, der Carignano im Stahltank. Erneut vermählt Olianas hier gekonnt moderne und althergebrachte Vinifizierungsmethoden. Dunkle Aromen von Rumtopf und schwarzen Früchten, Gewürzen, einem Hauch Süßholz sowie ein balsamischer Charakter kennzeichnen diesen außergewöhnlichen Wein. Trotz dichter Struktur und viel Körper sind die Tannine bereits gut integriert. Ein Entdeckerwein!